Ist das alles nur Kopfsache?
Psychosomatische Beschwerden werden oft als „nur Kopfsache“ abgetan. Diese Erklärung wird den biologischen Vorgängen im Körper jedoch kaum gerecht. Die Symptome sind real und beruhen auf messbaren körperlichen Reaktionen.
Belastungen aktivieren im Gehirn Schutzprogramme, insbesondere in der Amygdala und im Hypothalamus. Diese Strukturen lösen über das vegetative Nervensystem sowie über Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol körperliche Veränderungen aus – auch dann, wenn objektiv keine akute Gefahr besteht.
Bleiben diese biologischen Schutzreaktionen dauerhaft aktiv, gerät der Körper aus dem Gleichgewicht. Schmerzen, Erschöpfung oder andere körperliche Beschwerden können die Folge sein.
Psychosomatische Symptome sind daher keine Einbildung, sondern Ausdruck fehlgesteuerter biologischer Schutzreaktionen.
